Die Messerschmitt Me-323 Gigant
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Jörg-Sebastian
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BeitragBeitrags-Nr.: 13127 | Verfasst am: 06.06.2004 - 10:51    Titel: Die Messerschmitt Me-323 Gigant Antworten mit Zitat

Kennt ihr Einsätze der Gigant im größerem stile? Was konnte die Me323 noch transportieren ausser z.B. den Marder II auf dem Bild?:
http://www.waffenhq.de/flugzeuge/me323_02.jpg
Von wem stammt die Idee zum Bau der Gigant? Ich weiß das der Transporter mit zwei aneinander gebauten He111(z) gezogen wurde, gab es noch mehr Zug- Flugzeuge?? Und ich möchte gerne wissen in welcher Stückzahl die Me323 Gigant gebaut wurde. Danke im Vorraus!!! Grins


MfG

Rommel- alias Jörg-Sebastian
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Jan-Hendrik
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BeitragBeitrags-Nr.: 13128 | Verfasst am: 06.06.2004 - 10:55    Titel: Antworten mit Zitat

Fotos und Berichte zum "Giganten":
http://www.luftarchiv.de
http://www.lexikon-der-wehrmacht.de
Geschleppt wurde die nichtmotorisierte 1,Version , die Me 321 , im Allgemeinfall von drei Me 110 geschleppt.
Haupteinsatzgebiet Mittelmeer , Versorgung der Truppen in Afrika und der Ägäis .

Jan-Hendrik
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Sascha.P
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BeitragBeitrags-Nr.: 13130 | Verfasst am: 06.06.2004 - 11:16    Titel: Antworten mit Zitat

Bevor der "Gigant" seine sechs Motoren erhielt,wurde er auch von Drei Me 110 gezogen.

Ach ja,er konnte auch einen Panzer 4 Transportiren.


Zuletzt bearbeitet von Sascha.P am 06.06.2004 - 11:17, insgesamt einmal bearbeitet
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Jörg-Sebastian
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BeitragBeitrags-Nr.: 13131 | Verfasst am: 06.06.2004 - 11:17    Titel: Antworten mit Zitat

Und was haltet ihr von der Me323??
MfG

Rommel- alias Jörg-Sebastian
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Jan-Hendrik
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BeitragBeitrags-Nr.: 13141 | Verfasst am: 06.06.2004 - 12:13    Titel: Antworten mit Zitat

Na er war immerhin der 1.Großraumtransporter unter den Flugzeugen ! Kam aber leider ( wie so vieles) wg. feindlicher Luftübermacht zu spät !

Jan-Hendrik
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Tobias Giebel
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BeitragBeitrags-Nr.: 49844 | Verfasst am: 13.02.2005 - 12:22    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo!

Die Messerschmitt Me 321 Gigant, wurde als Seegler für die später verworfene Invasion Großbrittaniens (Operation Seelöwe) vorgesehen. Der Typ sollte jetzt bei der Invasion der UdSSR zum Einsatz kommen und Messerschmitt erhielt auch einen Auftrag über 100 Maschinen. Der erste Prototyp (Me 321 V1) startete erstmals am 25, Februar 1941. Als Zugflugzeug wurde unter anderem auch die Ju 90 verwendet. Die Erste Serienversion (Me 321A-1) wurde Ende 1941 in Dienst gestellt. Diesen ersten 100 Flugzeugen, mit dreiköpfiger Besatzung, folgten 100 Muster der Me 321B-1. Mit vierköpfiger Besatzung und zwei Abwehrmaschinengewehre.Eine Menge Startunfälle, verdeutlichten die Dringlichkeit eines leistungsfähigeren Schlepflugzeuges, weshalb nun drei zweimotorige Flugzeuge des Typs Messerschmitt Bf110 verwendet wurden. Es stellte sich jedoch heraus, das eine Version mit eigenem Antrieb nötig war, die schließlich in Form der Me 323 mit Mehrradfahrwerk, verstärkter Konstruktion und vier bzw. sechs Gnome-Rhóne Sternenmotoren entwickelt wurde. Die viermotorige Me 323C wurde nicht produziert. Statt dessen ging die Me323D mit einer Nutzlast von 9750kg und einer Reichweite von 1000km in Serie. Im November 1942 wurde sie dann in Dienst gestellt und absolvierte Flüge über das Mittelmeer zur Unterstützung des Afrika-Corps, wobei sie schon bald hohe Verluste erlitt. Die drei Untervarianten der Me 323E hatten eine verstärkte Konstruktion, eine höhere Treibstoffkapazität und eine schwerere Abwehrbewaffnung. Die Me 323 hatte eine Flügelfläche von 300m2, Spannweite von 55m und eine Länge von 28,5m. Ihre erweiterte Reichweite betrug jetzt 1300km 1944 wurde die Me323 ausgemustert.
Gruß
Tobias

Quelle: Chris Chant, "Deutsche Flugzeuge im Zweiten Weltkrieg"
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BorussenGustav
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BeitragBeitrags-Nr.: 76315 | Verfasst am: 04.11.2005 - 18:22    Titel: Antworten mit Zitat

Hi,
Tobias, ist aus Deutsch Flugzeuge im ". Weltkireg von Chant ne? Wollt ich nämlich auch erst schreiben, oder ist das auch in nem anderem Buch gedruckt.

Wenn ihr euch mal von der Verteidigung des Monsters mal ein Bild machen wollte, dann spielt mal IL2 Forgotten Battles und greift mal mit der FW 2 oder 3 solcher Mes an. Kommt man nur mit sehr viel Glück durch!


Winken (istja hier so üblich)
BorussenGustav
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Jan-Hendrik
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BeitragBeitrags-Nr.: 76316 | Verfasst am: 04.11.2005 - 18:23    Titel: Antworten mit Zitat

Die Quellenangabe steht doch drunter ...


Winken

Jan-Hendrik
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Tobias Giebel
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BeitragBeitrags-Nr.: 76317 | Verfasst am: 04.11.2005 - 18:49    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Gustav,

wie gesagt, Quelle steht drunter. Dafür das das nur ein 5 Euro teures Buch ist, ist es kaufenswert, da es eigentlich ganz gute Fakten enthält. Allerdings sind manch Daten falsch, da ich bekannteren Autoren, wie Nowarra, eher glaube als Chant.

Übrigens hat die "tolle" Abwehrbewaffnung nicht so viel genutzt, die wurden trotzdem haufenweise vom Himmel geholt! Grins

Winken

Gruß
Tobias
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BorussenGustav
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BeitragBeitrags-Nr.: 76340 | Verfasst am: 05.11.2005 - 00:44    Titel: Antworten mit Zitat

oh stimmt steht ja drunter Rot werden

Das Buch war mein erstes Sachbuch über die Luftwaffe und ich halte es auch in ehren. Mir ist auch aufgefallen, das einige Angaben, vor allen bei den Technischen Daten-Fenstern nicht mit anderen Quellen passen.

Gibt es Angaben wieviele wann und wo und vor allem durch was die Me 323er runtergeholt wurden. Kann mir vorstellen, das sie leichtes Flakziel waren.
Ich hab nämlich gerade gestöbert, ich hab in keinem anderen Buch von mir wesentliche Aussagen über den Flieger gefunden.
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haduwolff
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BeitragBeitrags-Nr.: 79249 | Verfasst am: 06.12.2005 - 19:48    Titel: Gigantisch... Antworten mit Zitat

Moin,

..soviel ich weis, wurde der Gigant vor allem in Russland und im Mittelmeerraum eingesetzt. Es gibt zwei wunderschöne Wochenschau-Berichte darüber, zum einen aus der Ägäis (eine der Maschinen hatte den Spitznamen "Peterle"), nach den Kennungen schau ich bei Gelegenheit noch mal.Beide Filme sind von Ende '43.

Die Gigant runterholen ist für einen schnellen Jäger kein Problem...vorbeischiessen kann er ja nicht. Die meisten wurden über dem Mittelmeer bei der Versorgung Rommels und über Griechenland abgeschossen, obwohl sie fast auf Meereshöhe zum Schutz flogen, und die als "Flakkreuzer" mitgegebenen überbestückten Giganten dabei waren. Sie waren halt langsam, träge und ein grosses Ziel.

Dennoch sind die Giganten bei weitem keine Fehlkonstruktion, sie haben eben was weggeschafft und konnten viele Treffer wegstecken.
Übrigens sieht man in einer Wochenschau schön das dauernde Malheur mit den französischen Gnome-Rhone-Motoren...von den 6 Motoren steht zumeist einer.

Gruß
Hadu
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Tobias Giebel
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BeitragBeitrags-Nr.: 79943 | Verfasst am: 15.12.2005 - 15:55    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

ich will hier mal ein Beispiel eines Einsatzes der Giganten nennen, der zu großen Verlusten führte!

Am 21. April 1943 flog ein Verband "Giganten" und eine Gruppe Messerschmitt Me 109 als Begleitschutz, einen Versorgungsflug nach Tunis. Da der "Gigantenverband" eigenmächtig seinen Kurs änderte erreichten die Me 109 den Verband erst kurz vor der Küste. Im selben Augenblick, als die Me 109er den Verband erreichten tauchten auch schon feindliche Jäger in großer Stückzahl auf. Es waren ungefähr 60 britische "Spitfire" und "Curtiss". Ungefähr 40 griffen die "Giganten" an und 20 beschäftigten die deutschen Jäger. Die Transportflugzeuge hatten ohne die Jäger keine Chance! Insgesamt werden 16 "Giganten" abgeschossen und mehrere beschädigt. Die Eskorte verliert 3 Jäger. Der Feind büßt 2 "Curtiss" und (wahrscheinlich) 1 "Spitfire" ein.

Gruß
Tobias

Winken

Quelle:

- Hans Ring und Werner Girbig, "Jagdgeschwader 27", Motorbuch Verlag
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haduwolff
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BeitragBeitrags-Nr.: 79950 | Verfasst am: 15.12.2005 - 17:39    Titel: Übel... Antworten mit Zitat

Moin,

...wie bitter! Traurig

Der Verbandsführer hats verbockt....andererseits stellt sich die Frage, ob die Gruppe 109er den grossen Verband überhaupt hätte schützen können...

Hadu
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Tobias Giebel
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BeitragBeitrags-Nr.: 79953 | Verfasst am: 15.12.2005 - 18:01    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

also der Jagdschutz war, für deutsche Verhältnisse, eigentlich ziemlich stark! In der Regel wird Begleitschutz immer nur in Staffelgröße geflogen. Wenn ich nicht einsatzbereite Maschinen abziehe komme ich immer noch auf gute 15-20 Me 109. Ich denke, das die feindliche Übermacht von 60 Jägern einfach erdrückend war.

Winken

Gruß
Tobias
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Tobias Giebel
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BeitragBeitrags-Nr.: 96176 | Verfasst am: 22.05.2006 - 14:29    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

um nochmal auf oben aufgeführtes Luftgefecht mit den Giganten zurück zu kommen:

Dieses Gefecht fand nicht am 21. sondern am 22. April statt! Es handelte sich um den gesamten Flugzeugbestand des neu aufgestellten TG 5.

Die Feindjäger der gehörten zur RAF und zu folgenden Einheiten:

5. SAAF-Squadron
2. SAAF-Squadron
92. Squadron
4. SAAF-Squadron
145. Squadron
1. SAAF-Squadron
250. Squadron
260. Squadron
450. Squadron
112. Squadron

Die Anzahl der alliierten Flugzeuge überstieg bei weiten die deutsche Schätzung! Es waren ca. 100-110 alliierte Jäger, die den Verband, nicht zur selben Zeit, angriffen.

Die Jäger der RAF verbuchten 25 Me 323, 8 Bf 109, 1 MC 202 und eine Re 2001, sie selbst verloren 4 Kittyhawk bei diesem Gefecht.

Die RAF-Piloten zählten aber wohl einige Flugzeuge als doppelten Abschuss, denn es waren nur 20 Me 323 aus der die Formation bestand.

Winken

Gruß
Tobias

Quelle:

- Shores, Ring, Hess, "Tunesien 42/43 Luftkämpfe über Fels und Wüste"
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